Wertermittlung eines Pflegedienstes

Wir ermitteln den Wert Ihres ambulanten Pflegedienstes.
Profitieren Sie von unserer Marktkenntnis bei dem Verkauf Ihres Pflegeunternehmens.

Das Betriebsergebnis

Bei der Bewertung spielt nicht der Umsatz die primäre Rolle sondern eher die Rendite. Ein Pflegedienst mit einem Monatsumsatz von
€ 30.000,- und einem Jahresergebnis von € 80.000,- ist definitiv mehr wert als ein Pflegedienst mit einem Umsatz von € 40.000,- und einem Jahresergebnis von € 50.000,-. Diese Faktoren sind Bemessungsgrundlage zur Refinanzierung der Investition.

Faustformeln führen schnell zu einer falschen Bewertung des Unternehmens. Grundsätzlich ist auch die Leistung des Inhabers einer Einzelunternehmung zu berücksichtigen. Arbeitet der Inhaber den ganzen Tag in der Pflege mit, so sollte ein entsprechender “kalkulatorischer Unternehmerlohn” berücksichtigt werden.

Das Anlagevermögen

Das real vorhandene Vermögen wird bewertet. Bei einem Verkauf einer Einzelunternehmung verbleiben Vermögen und Verbindlichkeiten meist beim Verkäufer und sind daher nicht zu berücksichtigen. Bei einer GmbH sollte entschieden werden, wie man mit Bankguthaben aber auch Verbindlichkeiten umgehen will. Büroausstattung und Kraftfahrzeuge, insofern sich diese im Eigentum befinden, werden zum tatsächlichen Wert taxiert. Leasingverträge bleiben unberücksichtigt.

Quellen- und Kundenbeziehungen

In der Vergangenheit nahezu unberücksichtigt, sind heute die Quellen- und Kundenbeziehungen wichtig, also die Stabilität in Sachen Patientenzufuhr spielt eine große Rolle. Pflegeeinrichtungen ohne einen aktiven Patientenstamm und ohne erkennbare Kontakte sind weniger Wert. Wichtig ist auch, wer die Beziehungen zu Ärzten, Betreuern und Krankenhäusern hält. Sind diese auf den Käufer übertragbar?

Standort und Bundesland

Ein Pflegedienst mit nahezu vergleichbaren Eckdaten wie Umsatz und Betriebsergebnis ist je nach Bundesland unterschiedlich im Wert einzustufen.

Ein Grund dafür sind die unterschiedlichen Voraussetzungen zur Betreibung/ Eröffnung eines Pflegedienstes. In Berlin z.B. benötigt ein Pflegedienst für einen SGB V-Vertrag mehr Vollzeitfachkräfte als in Hamburg, Baden-Württemberg oder Bayern. Diese Grundvoraussetzungen erschweren je nach Bundesland eine Neueröffnung und beeinflussen somit den Wert bestehender Pflegedienste.

Mitarbeiter

Ebenso wichtig wie der Standort ist die Mitarbeiterstruktur. Pflegedienste mit einem stark wechselnden Personalstamm müssen sich auf kritische Fragen von Kaufinteressenten einstellen. Wer sein Unternehmen einschliesslich kompletter Führungsstruktur übergeben kann, also mit Pflegedienstleitung und Stellvertretung, wird einen weitaus höheren Preis erzielen. Grund dafür ist, dass in vielen Bundesländern Führungskräfte und Fachkräfte kaum verfügbar sind.

Ein Verkauf an einen Investor kann aus vieler Sicht
interessant sein.

Persönliche Beratung

Gerne beraten wir Sie zu diesen und vielen anderen
Themen. Sprechen Sie uns an.

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Gerne schätzen wir den Wert Ihres Pflegeunternehmens. Dazu benötigen wir folgende Unterlagen:

Alten u. Pflegeheim oder vergleichbare Einrichtung:
  • Angaben zum Grundstück (Flurkarte, Grundbuchauszug)
  • Angaben zur Immobilie und Eigentumsverhältnissen
  • Wertgutachten
  • Grundrisszeichnungen
  • Versicherungspolice der Gebäudeversicherung usw.
  • Bericht/Genehmigung der Heimaufsicht
  • Pachtvertrag
  • Personalübersicht mit Qualifikation und Alter
  • Belegungszahlen
  • Renovierungsstand
  • Inventarliste
  • Fotomaterial
Ambulanter Pflegedienst:
  • Bilanzen oder Gewinnermittlungen der letzten drei Jahre
  • Aktuelle BWA des letzten Monats oder Quartals
  • Aktuelles Lohnjournal
  • Personalübersicht mit Qualifikation und Alter
  • Auflistung der Dauerschuldverhältnisse (Leasing o. sonstige Verträge)
  • Angaben zu Überstunden etc..

In der Regel ist eine Sichtung der Unterlagen kostenfrei. Eine schriftliche Stellungnahme erlauben wir uns je nach Grösse Ihres Unternehmens) zu berechnen. Nutzen Sie unsere
Sprechstunde. Lesen Sie bitte auch unser Bewertungsbeispiel.

Vertraulichkeit ist oberstes Gebot und für uns selbstverständlich. Dennoch erhalten Sie auf Wunsch eine schriftliche Vertraulichkeitserklärung.

Erste Informationen zum Verkauf einer Einzelunternehmung erhalten Sie unter Fragen und Antworten.

 

Beispiel:

Geschäftsjahr2014

Gewinn vor Steuer:

€ 100.000,-

Zurechnungen zum Gewinn über verdeckte Gewinnausschüttung:

 

z.B. Gehalt Ehepartner oder Familienmitglieder (wenn nicht im Unternehmen benötigt):

€ 30.000,-

Zurechnungen und Einsparpotential:

 

Abrechnungszentrum:

€ 5.000,-

Privat genutztes Kfz:

€ 7.000,-

Zwischensumme:

€ 142.000,-

Kürzungen:

 

kalkulatorischer Unternehmerlohn (Inhaber im Unternehmen stark eingebunden:

- € 45.000

Überschuss:

€ 97.000,-

Ertrag x 3 Jahre:

€ 291.000,-

+ Anlagevermögen (Kfz, Büroausstattung):

€ 9.000,-

= Kaufpreis (Verhandlungsbasis):

€ 300.000,-

 

Diese Beispielsrechnung ist lediglich als Anhaltswert zu verstehen. Eine pauschale Anwendung führt eher zu Missverständnissen und ist nicht auf alle Bundesländer übertragbar!